6. Rang beim „Vertical Up“ Wengen

Am Samstag 25. März ging die Serie „Vertical Up“ mit dem 5. Event dieses Winters in Wengen zu Ende. Die Lauberhorn-Abfahrt, vom Ziel ins Starthaus, möglichst schnell, aus eigener Muskelkraft! 2016 bestritt ich die Strecke mit Tourenski`s in 50Min., sah aber etwas mehr Potenzial mit Laufschuhen mit Skipes. Nun, leider tobte der Föhn am Lauberhorn derart, dass die Strecke von Original 1020 Höhenmeter auf 300 verkürzt werden musste. Dies war dann ein echter Sprint und durch die trockene Luft eine hohe Belastung für alle Lungen (350 Startende am husten…) Da gab es dann auch keine Taktik- Vollgas schon den Zielsprung hinauf! Schon früh ging der Adelbodner Jonathan Schmid mit dem Tour-Führenden Dominik Salcher (A) in Führung- Jonathan gewann dann auch mit 12:13! Selber konnte ich mich hinter Berglauf- CH Meister Lombriser als 5. einreihen, mein Lowa Innox EVO GTX mit Ketten von Bächli Bergsport war eine gute Kombination! Kurz vor dem Ziel war Lukas von Känel noch fitter und spulte durch die aufgeweichte Weltcup-Piste 4 Sek. vor mir ins Ziel. Mit 13Min Laufzeit war dies mein kürzester Wettkampf- aber auch mein bester 🙂

Resultate

Track auf Movescount

Track auf Strava

 

 

Am Samstag ging die Vertical Up-Tour mit dem fünften und letzten Event dieses Winters in Wengen zu Ende: Die legendäre Lauberhorn-Abfahrtsstrecke über 4,480 Kilometer und 1’028 Höhenmeter wartete auf über 300 Teilnehmer. Gleitschirmprofi und vierfacher X-Alps-Champion Chrigel Maurer war schon bei der Première vor einem Jahr mit dabei – damals auf Tourenskis. Diesmal mit Spikes-Laufschuhen.

Aus der Originalstrecke wurde dann aber nichts: Der legendäre Guggiföhn, eine für die Jungfrauregion typische, gigantische Abwindwalze infolge Südüberdruck am Alpenkamm, sorgte am Starthäuschen des Lauberhorns auf 2’320 Meter über Meer für Sturmböen von 130 Stundenkilometer, was den Stillstand sämtlicher Bergbahnen oberhalb von Wengen zur Folge hatte. Die Organisatoren des Vertical Up waren aber so entscheidungsfreudig und flexibel, dass sie sich in Absprache mit der Jungfraubahn zu einem Sprintrennen entschlossen. Einem Sprint über rund 1’500 Meter mit 280 Höhenmetern, mit Ziel beim Hanneggbrüggli – der Passage, an der die Weltcup-Abfahrer jeweils Mitte Januar mit Tempo 150 Richtung Ziel in Innerwengen brausen.

Das Sprintrennen gewann ein Adelbodner. Nein, nicht Chrigel Maurer, der ebenfalls in Adelboden geboren und aufgewachsen ist, sondern Jonathan Schmid, letztjähriger Dritter. Chrigel Maurer erreichte das Ziel als hervorragender Sechster mit 52 Sekunden Rückstand auf den Sieger.

Die ausgesprochen trockene Luft hatte zur Folge, dass nach dem Rennen der grösste Teil der Teilnehmer während vieler Stunden ihre Lunge spürten und stark husteten. Nicht gefährlich, aber eine lästige Nebenerscheinung der extrem intensiven, kurzen Belastung, denn es kam ja für alle nur ein Gas infrage: Das Vollgas. Ein zufriedener Chrigel Maurer nach dem Rennen: „Es war mein kürzester Wettkampf bisher, aber mein bester.“ Ob man ihm nach seinen vielen Grosserfolgen wirklich so glauben soll, bleibt jedem einzelnen überlassen. Sicher ist, dass die Vertical Up-Teilnahmen in Kitzbühel und Wengen für Chrigel ideale Belastungen unter Wettkampfbedingungen waren.

Das extrem kurze Vertical Up-Rennen kam Chrigel gerade wie gerufen, befindet er sich doch seit Kurzem in der intensivsten Trainingsphase seiner mehrmonatigen Vorbereitung auf das X-Alps, welches am 2. Juli gestartet wird (die Wettkampfstrecke wird übermorgen vom X-Alps-Veranstalter bekanntgegeben). Am nächsten Samstag startet Chrigel am Kandersteger Skimarathon, und auch im täglichen Training gilt es für ihn jetzt, die Herzfrequenz an die Leistungsgrenze zu bringen.

Text: Bruno Petroni